Dienstag, 14. Juli 2015


Ausflug nach Offenburg und in das NSG Taubergießen am 6.7.2015
Der Tagesausflug der Landfrauen Großheppach ging am Montag, den 6.7.2015 nach Offenburg Zell-Weierbach zum Schulmuseum und anschließend in das NSG Taubergießen.
Nach 3 Stunden bequemer Busfahrt wurden wir herzlich am Schulmuseum Zell-Weierbach von unserem "Schulmeister" empfangen.
Schulmuseum



unser "Schulmeister"

Er erzählte uns auf sehr kompetente und persönliche Weise von der Gründung des Schulmuseums und seiner Schätze. 


 DasSchulmuseum wurde 1996 von Jupp Wunderle gegründet und wurde bis 2009 auf 25 Abteilungen erweitert, die liebevoll mit vielen Details ausgestattet sind.
Ausstellungsraum

Ausstellungsraum

wer kann noch die deutsche Schrift


ein altes Kinderbuch: drei lustige Raben
Fotos ehemaliger Schüler z.B. Wolfgang Schäuble
                                                                                                                                                                                   Wir bewunderten in der  Nähstube die zahlreichen alten Nähmaschinen bekannter Hersteller und erinnerten uns bei den Musterstücken an unsere Schulzeit
                                                                                                                                                                                               
ein "Model"

die Begeisterung über die vielen

eine wunderschöne alte Nähmaschine
.                                                                    Nähutensilien war groß          
Etwas ganz besonderes  war die kleine Familie der Wopenzeller, einem bekannten Fabelwesen!

Fam. Wolpenzeller 
das Pult mit den Händen
unser Klassenzimmer
Unser Schulmeister rief uns dann streng zur Schulstunde ins Klassenzimmer! Wir begrüßten  unseren Lehrer mit einem deutlich-fröhlichen" Guten Morgen, Herr Lehrer". Zuerst stand Religion auf dem Stundenplan. Einer der Jungen wurde wegen Lachens bestraft: er mußte aufs Strafbänckchen und eine Hasenmütze  aufsetzen! Danach war Mathematik an der Reihe und wurde mit der von unserem Lehrer eigens entwickelten Hand abgefragt. Anschließend mußte er einen Mitschüler mit dem Stöckchen bestrafen, weil der seine Hände nicht gewaschen hatte.  Zum Abschluß haben wir  gemeinsam gesungen und unseren Lehrer mit einem lauten  "Auf Wiedersehen, Herr Lehrer" verabschiedet. Die Schulwirklichkeit vergangener Tage hat viele von uns in die Kindheit zurückversetzt und viele Erinnerungen - gute wie schlechte - wach gerufen.
                                                 
unser gestrenger Herr Lehrer

Schulbuchbibliothek
Weiter ging es in die Schulbuchbibliothek
mit über 16000 Schulbüchern aus drei
Jahrhunderten.

Auf unserem Weg durch weitere Ausstellungsräume und ehemaligen Dienstwohnungen kamen so manche Erinnerungen an die Koch- und Waschgewohnheiten unserer Großmütter zurück: die Küche mit der Wäsche über dem Herd, der Waschkübel, in der Samstags auch gebadet wurde, das eiserne Waffeleisen, Kochgeschirr; die Spitzenborten und Spitzendeckchen, die Blumen- und Ornamenttapeten im  Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmerbereich,eiserne, schön verzierte Öfen, ein Trichterplattenspieler, Porzellanpuppen, eine große Auswahl an Puppenwägen und schönen Puppenhäusern, Reifen, Kreisel, Schaukelpferde und andere Spielsachen im Kinderzimmer und vieles andere mehr haben uns in alte Zeiten und viele von uns in unsere Kindheit zurückgeführt. 
Küche

Wäsche über dem Herd

Wohnzimmer


Schlafzimmer

Kinderzimmer


Waschgelegenheit

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Markgraf und Markgräfin von Baden
im Fürstenzimmer
     


                   
 Förderer des Schulmuseeums sind die Markgrafen von Bader und die Äbtissin der Cistercienser-Abtei Lichtenthal




Erfüllt von vielen interessanten Eindrücken dankten wir unserem Schulmeister für seine sehr persönliche und kompetente Führung und machten uns auf den Weg in die benachbarte Vinothek. Hier wurden wir mit einem Glas badischem "Schulweins" gestärkt.


Anschließend brachte uns unser Busfahrer zum Mittagsessen in ein Restaurant, das uns auf seine Empfehlung hin, freundlich und sehr spontan aufnahm - 40 Leute!. Es gab Schnitzel mit Salatplatte und war sehr lecker und preiswert!!! Das Lokal, in dem wir langfristig angemeldet waren und das uns sogar eine Essensliste zur Auswahl geschickt hatte, war insolvent und hatte uns nicht informiert! 

So erreichten wir nach einer angenehmen Essenspause das Naturschutzgebiet Taubergießen. Es ist seit 1979 mit 1682 ha eines der größten NSG Baden-Württembergs.  Der Name stammt von einem gleichnamigen Gewässerlauf im nördlichen Teil des Gebietes. "Gießen" sind vom Grundwasser gespeiste Fließgewässer, die für das NSG besonders charakteristisch sind. "Taub" nannten die Fischer ein nährstoffarmes Gewässer mit geringem Fischbestand.


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Wir starteten in 4 Stocherkähnen unsere romantische Flußfahrt durch das sehr ursprüngliche NSG. Zu beiden Seiten begleitete uns eine sehr abwechslungsreiche Wald- und Auenlandschaft. Neben uns konnten wir ausgedehnte Seerosenflächen bewundern, die von zahlreichen Libellen umschwirrt wurden. Unser Kahnführer berichtete, daß es in Taubergießen ca. 40 Arten Libellen gibt. Im Laufe der 11/2 stündigen Fahrt konnten wir kleine und größere Fische in dem klaren Wasser beobachten und bald stießen Enten und Schwäne zu uns, die sich gern füttern ließen. Wir genossen diese wunderschöne Fahrt in vollen Zügen.  

Seerosen

Fahrt durch den Altrheinarm





Taubergießen 

Zum Abschluß eines sehr erlebnisreichen Tages erwartete uns in einem sehr netten Cafe ein tolles Kuchenbuffet und ein guter Kaffee.
Die Rückfahrt verkürzten wir uns mit vielen bekannten Liedern und bedankten uns mit viel Applaus bei unserem erfahrenen Busfahrer und unseren wie immer sehr guten Organisatorinnen, Helga,Irene und Gerda für die tolle Fahrt.


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